Alpenüberquerung mit Hund von Garmisch nach Sterzing: 6 Etappen über die Alpen

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Sechs Tage, drei Länder, zwei Hunde. Von Garmisch-Partenkirchen bis nach Sterzing, zu Fuß über die Alpen – vom Olympia-Skistadion durch die Partnachklamm, über die Nordkette hoch über Innsbruck, durchs Stubaital ins Gschnitztal und schließlich über das Sandjoch nach Italien. Am Ende steht ein verwitterter Grenzstein auf 2.170 Metern, und dahinter geht es nach Süden hinunter – bis zum Gipfelkreuz auf dem Rosskopf über Sterzing.

Unterwegs waren wir mit Eurohike Wanderreisen: Gepäcktransport von Hotel zu Hotel, ein Wanderguide mit allen Etappen – und zu jeder Etappe eine Alternative. Wie gut das ist, haben wir unterwegs mehrfach zu schätzen gelernt.

Zu viert waren wir diesmal unterwegs: mein Freund Dennis, seine beiden Whippets Archie und Cooper und ich. Asta musste zu Hause bleiben – sie hat sich kurz vor der Tour einen Kreuzbandriss zugezogen. Ausgerechnet vor der Etappe, auf die sie sich vermutlich am meisten gefreut hätte.

In diesem Artikel nehme ich euch mit durch alle sechs Etappen – mit den Zahlen, den Highlights und vor allem mit den Entscheidungen, die wir unterwegs mit zwei Hunden treffen mussten.

#1 Etappe: Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald (25,6 km)

Der Start könnte kaum besser inszeniert sein: Los geht es am Olympia-Skistadion mit der Großen Olympiaschanze im Rücken. Nach wenigen Kilometern erreicht ihr die Partnachklamm – und die ist gleich zu Beginn ein echter Paukenschlag. 700 Meter lang, bis zu 80 Meter hohe Felswände, tosendes Wasser unter euch und Tunnel, in denen es euch von der Decke in den Nacken tropft. Der Eintritt ist kostenpflichtig, mit Gästekarte gibt es Ermäßigung.

Danach kommt der Teil, über den keiner spricht: Ein steiler Serpentinenpfad führt hinauf zum Eckbauer. Schritt für Schritt, ordentlich Schweiß – und oben wartet die Panoramaterrasse als Belohnung. Für uns war das die erste Standortbestimmung: Wie laufen Archie und Cooper am langen Anstieg? Antwort: deutlich entspannter als ich.

Diese Etappe bin ich nicht zum ersten Mal gelaufen – sie ist identisch mit dem Auftakt meiner Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran. Und das macht sie für mich besonders interessant: Beim zweiten Mal fallen einem Dinge auf, die man beim ersten Mal übersehen hat.

Weiter geht es im Auf und Ab durch den Wald zur Elmauer Alm. Die Alm liegt wunderschön, und beim letzten Mal habe ich mich mit Asta dort hingesetzt – bis uns freilaufende Hunde bedrängt haben. Die Antwort damals: „Das machen die schon unter sich aus.“ Mit Archie und Cooper wollten wir das nicht wiederholen, also sind wir ohne Pause weitergegangen. Wenn ihr mit Hund unterwegs seid, rechnet hier mit freilaufenden Hunden.

Weiter geht es vorbei am Schloss Elmau, und danach wird es richtig idyllisch: offene Blumenwiesen, immer wieder kleine Bergbäche, dazwischen lichter Wald. Kein Anstieg, kaum Betrieb, nur Wasserrauschen. Archie und Cooper konnten hier trinken, so oft sie wollten.

Dann folgen die beiden Seen, die diese Etappe zu einer der schönsten der ganzen Tour machen: erst der Ferchensee, dann der Lautersee. Spätestens hier fragt man sich kurz, ob man wirklich weiterlaufen muss.

Was uns an diesem Tag allerdings kalt erwischt hat: Das Gasthaus am Ferchensee hatte Ruhetag. Die erste richtige Stärkung gab es damit erst am Kiosk am Lautersee – nach über 20 Kilometern. Prüft die Ruhetage vorher, sonst lauft ihr die längste Etappe der Tour mit dem, was ihr im Rucksack habt.

Über den Wasserfallsteig geht es hinunter nach Mittenwald. Geigenbau, Lüftlmalerei, müde Beine.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 25,6 km (meine getrackte Strecke inkl. Anlaufweg, im Programm stehen 20 km)
  • Höhenmeter: +750 m / –550 m
  • Gehzeit: ca. 6 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel, keine technischen Passagen
  • Einkehr: Berggasthof Eckbauer, Elmauer Alm, Gasthaus Ferchensee, Kiosk am Lautersee – Ruhetage unbedingt vorab prüfen
  • Abkürzung: Wanderbus ab Schloss Elmau oder Ferchensee

Mit Hund: Grundsätzlich unproblematisch, mit zwei Einschränkungen. In der Partnachklamm ist es eng und laut, hier gehören die Hunde an die kurze Leine – wer einen geräuschempfindlichen Hund hat, sollte sich das vorher überlegen. Und an der Elmauer Alm laufen Hunde frei herum. Wer selbst mit Hunden unterwegs ist, die solche Begegnungen nicht mögen, plant die Pause besser woanders ein.

#2 Etappe: Mittenwald – Innsbruck (12,7 km)

Das ist die Königsetappe – und der Tag, vor dem ich den meisten Respekt hatte. Am Morgen bringt euch ein Nationalparktaxi ins Karwendel zur Möslalm. Der Anfang ist harmlos: breite Schotterstraße, Kühe, eine kleine Kapelle. Ab Kilometer 6 wird es steiler.

Bei Kilometer 7 erreicht ihr die Pfeishütte auf 1.922 Metern. Hier gibt es Apfelstrudel mit Bergkulisse, Wassernäpfe für die Hunde und die letzte echte Pause. Ab hier wird es alpin, und ein Zurück gibt es praktisch nicht mehr.

Der Goetheweg führt anschließend durchgehend über 2.000 Metern entlang, quert mehrfach steile Schotter- und Kiesrinnen und bietet Tiefblicke ins Inntal, die spektakulär und unangenehm zugleich sind. Höchster Punkt des Weges ist die Mandlscharte auf 2.277 Metern.

Und dann kommt die Stelle, die mir am meisten hängen geblieben ist: der Abstieg aus der Scharte. Loser Schotter, eine kurze schrofige Steilstufe, kein wirklicher Halt für Pfoten. Mit Archie und Cooper an der kurzen Leine heißt das: Du hast keine Hand frei, um dich selbst zu sichern. Wir sind das Stück für Stück gegangen, und ich war ehrlich froh, als wir unten waren. Wer hier mit Hund unterwegs ist, sollte vorher wissen, wie sein Hund in Schotter und Geröll reagiert.

Kurz nach der Scharte kommt der beschilderte Aussichtspunkt „Zugspitzblick“. Ein roter Pfeil zeigt die Richtung – und bei klarer Sicht steht dort hinten tatsächlich die Zugspitze. An deren Fuß seid ihr auf Etappe 1 losgelaufen. Ein guter Moment, um sich umzudrehen.

Von dort führt der Goetheweg weiter über den Dächern von Innsbruck bis zur Bergstation am Hafelekar. Mit der Nordkettenbahn geht es dann hinunter in die Stadt – Hunde in der Gondel inklusive.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 12,7 km
  • Höhenmeter: +1.140 m / –150 m
  • Gehzeit: ca. 5,5 Stunden
  • Höchster Punkt: Mandlscharte, 2.277 m
  • Anforderung: keine Kletterstellen, aber absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
  • Wichtig: letzte Talfahrt der Nordkettenbahn im Blick behalten

Mit Hund: Machbar, aber nur mit geländesicheren Hunden. Die Mandlscharte ist die kritische Stelle. Bei Nässe, Nebel oder Restschneefeldern würde ich die Etappe mit Hund nicht gehen.

#3 Etappe: Innsbruck – Gschnitztal (14 km)

Am dritten Tag bringt euch der Bus nach Mieders, von dort die Serlesbahn hinauf zum Startpunkt. Ein entspannter Auftakt, und nach dem Vortag genau richtig.

Über den Naturerlebnisweg wandert ihr zum Kloster Maria Waldrast auf 1.641 Metern – dem höchstgelegenen Wallfahrtskloster Österreichs. Der Name kommt von den Menschen, die hier früher zu Fuß von Tal zu Tal über die Pässe zogen und Rast machten. Für eine Alpenüberquerung ein ziemlich passender Zwischenstopp.

Kurz darauf kommt die Wegteilung, und damit unsere erste größere Entscheidung: links die alpine Standardroute über die Blaserhütte, rechts der Romediusweg und der Trinsersteig um den Gipfel herum.

Wir sind rechts gegangen. Nicht, weil wir nicht gekonnt hätten, sondern weil 25 Grad, ein schattenloser Gipfelanstieg und zwei Hunde eine Rechnung ergeben, die nicht aufgeht. Der Trinsersteig verläuft fast durchgehend im Wald, steigungsarm und lange auf gleicher Höhe.

Es war die richtige Entscheidung. Wir haben eine Kuh mitten im Wald getroffen, Fliegenpilze im Moos gefunden und uns Zeit gelassen. Die Hunde sind entspannt in Trins angekommen statt am Limit.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 14 km (Optionsroute über den Romediusweg)
  • Höhenmeter: +300 m / –700 m
  • Gehzeit: ca. 5 Stunden ab Bergstation
  • Anforderung: einfach, Forststraßen und schmale Pfade
  • Serlesbahn: täglich 9:00–16:30 Uhr

Mit Hund: Die Optionsroute ist gegenüber der Blaser-Variante bei Hitze die klar bessere Wahl. Schatten fast durchgehend, kaum Steigung, gutes Gehgelände.

#4 Etappe: Gschnitztal – Wasserweg statt Trunajoch (11 km)

Im Programm stand an diesem Tag die Etappe von Trins über das Trunajoch auf 2.150 Meter und hinüber ins Obernbergtal. Für den Nachmittag war Gewitter gemeldet.

Ein exponiertes Joch mit zwei Hunden bei aufziehendem Gewitter ist keine Rechnung, die ich aufmachen wollte. Oben kannst du sie nicht unterstellen, und auf Schotter kommst du nicht schnell runter. Also sind wir direkt vom Hotel in Gschnitz losgelaufen – auf dem Gschnitztaler Wasserweg talauswärts nach Steinach am Brenner.

Und das ist für mich einer der größten Pluspunkte an so einer organisierten Tour: Im Wanderguide steht für jede Etappe eine Alternative. Talvariante, Abkürzung, Busanbindung. Man muss nichts absagen und nichts erzwingen – man wählt die Route, die zum Tag passt.

Der Wasserweg hat 13 Stationen rund ums Thema Wasser, dazu Kneipp-Becken mit eiskaltem Quellwasser, einen Landschaftsteich in Trins und einen Alpakahof am Weg. Eigentlich ein Familienweg. War trotzdem ein guter Tag – und der Bus 574 fährt das ganze Tal ab, falls das Wetter doch früher kippt.

Es kam übrigens kein Gewitter. Trotzdem war es die richtige Entscheidung. Die trifft man vorher, nicht hinterher.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 11 km (Wasserweg ab Gschnitz)
  • Höhenmeter: +30 m / –200 m
  • Anforderung: leicht, Damm- und Waldwege
  • Bus 574 verbindet Gschnitz, Trins und Steinach stündlich

Mit Hund: Eine der entspanntesten Etappen der ganzen Tour. Durchgehend hundetauglich, jederzeit abkürzbar.

#5 Etappe: Obernbergtal – Gossensass (15 km)

Das ist die Etappe, auf die alles hinausläuft: zu Fuß über die Grenze nach Italien.

Los geht es im Zentrum von Obernberg am Brenner, über den Wiesenweg vorbei an der markanten farbenfrohen Kirche bis zum Ortsende. Dann führt der Weg über die Almen zum Obernberger See – türkis, still, mit den Tribulaunen dahinter und einer kleinen Kapelle direkt am Ufer. Einer dieser Orte, an denen man länger stehenbleibt als geplant. Wir waren sehr früh unterwegs und haben uns deshalb richtig Zeit gelassen: fotografiert, gestaunt, wieder fotografiert. Wer schneller vorankommen will, nimmt statt des Uferpfads den breiten Schotterweg am linken Ufer.

Danach wird es ernst: stetig bergauf zur Steineralm. Die Einkehr dort lohnt sich ausdrücklich – es gibt hervorragenden Kaiserschmarrn und richtig gute Jausenplatten. Die Alm macht ihren eigenen Käse und gewinnt damit regelmäßig Preise. Nehmt euch die Zeit.

Von dort geht es kontinuierlich weiter bergauf bis zur Grenze am Sandjoch. Beim Aufstieg ist uns eine Kreuzotter über den Weg gelaufen, und immer wieder haben wir uns umgedreht und den Blick zurück ins Tal genossen. Es sind die ersten richtigen Höhenmeter seit Innsbruck – nach zwei Tagen im Tal merken das die Beine, und die Hunde auch.

Und dann steht man oben, und auf der anderen Seite ist Italien. Ein verwitterter Grenzstein markiert die Linie, dahinter führt der Weg nach Süden hinunter. Der Abstieg über den abschnittsweise steilen Steig nach Giggelberg und weiter nach Gossensass zieht sich – über 1.000 Höhenmeter, streckenweise steil. Unten angekommen waren wir einfach nur zufrieden. Eine wunderschöne Etappe.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 15 km
  • Höhenmeter: +760 m / –1.060 m
  • Gehzeit: ca. 5,5 Stunden
  • Sandjoch: Grenze Österreich–Italien
  • Anforderung: keine technischen Stellen, aber viele Höhenmeter – Kondition nötig
  • Einkehr: Steineralm (eigener, preisgekrönter Käse, Kaiserschmarrn, Jausenplatten)
  • Nur bei stabilem Wetter: am Sandjoch gibt es keinen Schutz

Mit Hund: Gut machbar, gute Wanderwege und Pfade. Plant ausreichend Wasser ein, der Anstieg ist lang und stellenweise ohne Schatten. Ein Hinweis noch: Uns ist beim Aufstieg eine Kreuzotter begegnet. Sie sind scheu und weichen normalerweise aus, aber gerade an sonnigen Steinen und Wegrändern lohnt es sich, den Hund im Blick zu behalten und ihn nicht durch dichtes Gras vorauslaufen zu lassen.

#6 Etappe: Gossensass – Sterzing mit Rosskopf (10 km)

Die Schlussetappe. Im Programm steht eine Höhenwanderung über den Dolomieu-Weg ab der Ladurns-Seilbahn. Wir sind stattdessen durchs Tal nach Sterzing gelaufen, mit der Rosskopfbahn hinauf und von der Bergstation zu Fuß auf den Gipfel.

Der Tag hatte alles: Nebelschwaden an den Hängen, die Brennerautobahn auf ihren Betonpfeilern mitten im Tal – das Wipptal zeigt sich nicht als Postkarte, sondern als das, was es seit der Römerzeit ist: ein Durchgangstal. Unterwegs lief uns ein Alpensalamander über den Weg. Schwarz, glänzend, völlig entspannt. Die gibt es nur in den Alpen, und sie bringen ihre Jungen lebend zur Welt statt Eier zu legen – eine Anpassung ans Hochgebirge.

Oben am Rosskopf auf 2.189 Metern dann der Moment: Gipfelkreuz, Archie und Cooper daneben, und unter uns ein Wolkenmeer bis zum Horizont. Kein Panorama wie im Prospekt, dafür einer dieser Blicke, bei denen man einfach nur dasteht und grinst.

Danach runter nach Sterzing: Eis am Stadtplatz unter dem Zwölferturm, abends eine Südtiroler Speckplatte. Besserer Abschluss geht kaum.

Die Fakten zur Etappe:

  • Strecke: 10 km (Talvariante mit Gipfelabstecher)
  • Höhenmeter: ca. +330 m ab der Bergstation
  • Rosskopf: 2.189 m, letzter Gipfel der Tour
  • Rosskopf Kabinenbahn: täglich 8:30–17:00 Uhr

Mit Hund: Unproblematisch. Der Gipfelanstieg ab der Bergstation ist kurz und gut machbar.

Mein Fazit: Drei von sechs Etappen anders gelaufen – und trotzdem angekommen

Wenn ich diese Tour auf einen Satz bringen müsste: Eine Alpenüberquerung ist kein Pflichtprogramm. Sie ist eine Reihe von Entscheidungen, jeden Morgen neu.

Wir haben nicht jede Etappe so gemacht, wie sie im Programm stand. Dreimal sind wir die Alternative gegangen – wegen 25 Grad ohne Schatten, wegen Gewitter am Nachmittag, wegen zwei Hunden, für die ein exponiertes Joch bei aufziehendem Wetter keine Option ist. Angekommen sind wir trotzdem, und rückblickend waren genau das die Tage, an denen wir am meisten gesehen haben: die Kuh im Wald, die Kneipp-Becken am Gschnitzbach, der Alpakahof.

Wer mit Hund über die Alpen läuft, braucht nicht den stärksten Hund, sondern die Bereitschaft, den Plan zu ändern. Der Berg läuft nicht weg. Und eine fehlte in diesem Jahr: Asta. Beim nächsten Mal ist sie hoffentlich wieder dabei.

Fragen zur Alpenüberquerung mit Hund von Garmisch nach Sterzing

Wie lang ist die Alpenüberquerung von Garmisch nach Sterzing?

Die Reise ist bei Eurohike als 8-Tage-Tour buchbar. An- und Abreise zählen als Reisetage, es bleiben also 6 Wandertage. Unsere sechs Etappen summieren sich auf rund 88 Kilometer und etwa 3.300 Höhenmeter bergauf – abhängig davon, welche Optionen ihr an den einzelnen Tagen lauft.

Muss ich die Etappen genau so laufen, wie sie im Programm stehen?

Nein, und genau das ist der große Vorteil. Zu jeder Etappe gibt es im Wanderguide Alternativen: kürzere Varianten, Talwege bei Schlechtwetter, Seilbahnen und ein Extra-Heft mit den Bus- und Bahnverbindungen. Ihr entscheidet morgens, was zum Wetter, zur Kondition und – in unserem Fall – zu den Hunden passt.

Welche Etappe ist die anspruchsvollste?

Ganz klar Etappe 2 von Mittenwald nach Innsbruck. Durchgehend über 2.000 Meter, 1.140 Höhenmeter im Aufstieg und der Abstieg aus der Mandlscharte über losen Schotter. Technische Kletterstellen gibt es nicht, aber ihr müsst trittsicher und schwindelfrei sein.

Wie plane ich am besten meine Touren?

Vor der Anreise bekommt ihr alle GPX-Tracks, auch die der Optionsrouten. Die ladet ihr in die Wander-App eurer Wahl. Ich plane und tracke alles mit Komoot – so habt ihr unterwegs auch eure tatsächlich gelaufenen Kilometer und Höhenmeter, die von den Programmangaben abweichen können. Hier findet ihr meine gesamte Komoot-Collection.

Zusätzlich gibt es die Eurobike & Eurohike on Tour-App. Die ist kostenlos, werbefrei und offline nutzbar – ihr gebt einmalig den Download-Code aus den Reiseunterlagen ein und ladet die Tour herunter. Praktisch ist vor allem, dass neben der Hauptroute auch die Alternativrouten und Abkürzungen hinterlegt sind, dazu Einkehrmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und Sehenswürdigkeiten auf einer Karte. Wenn ihr wie wir unterwegs umplant, habt ihr die Optionen damit direkt auf dem Handy statt im Routenbuch im Rucksack.

Mein Tipp: Ladet die App schon zu Hause herunter und speichert die Etappen offline. Auf den Höhenetappen über der Baumgrenze ist der Empfang stellenweise dünn.

Gibt es einen Gepäcktransport?

Ja, das Gepäck wird von Hotel zu Hotel transportiert. Abgabe an der Rezeption, in der Regel bis 9:00 Uhr morgens. Ihr lauft nur mit dem Tagesrucksack.

Was gibt es mit Hund auf dieser Tour besonders zu beachten?

  • Seilbahnen und öffentliche Verkehrsmittel: Auf dieser Route nutzt ihr mehrfach Bahnen und Busse. Maulkorb einpacken und vorab die jeweiligen Beförderungsbedingungen prüfen.
  • Schottergelände: Die Mandlscharte auf Etappe 2 ist die Schlüsselstelle. Wenn euer Hund in Geröll unsicher ist, plant hier die Alternative ein.
  • Hitze: Wir waren im September unterwegs und hatten trotzdem 25 Grad. Auf den offenen Almen und Jochübergängen gibt es kaum Schatten – Wasser für die Hunde großzügig einplanen.
  • Gewitter: Auf den Höhenetappen gibt es keinen Schutz. Setzt euch eine Umkehrzeit und nutzt im Zweifel die Talvariante.
  • Weidevieh: Auf den Almen begegnet ihr Kühen. Großzügig ausweichen, Hunde an die kurze Leine.
  • Kondition und Gesundheit: Alter, Größe, Trainingszustand und Verhalten eures Hundes ehrlich einschätzen – vor und während der Tour.
  • Hotelgebühr pro Hund: Rechnet mit einem Aufpreis pro Hund und Nacht. In Innsbruck waren es 30 € je Hund – bei zwei Hunden und mehreren Nächten summiert sich das, also am besten vorab einkalkulieren. Körbchen und Futternapf gab es dort dafür schon im Zimmer.

Wann ist die beste Zeit für diese Alpenüberquerung?

Juni bis September. Wir sind Anfang September gelaufen und hatten stabiles Wetter mit Nachmittagsgewittern. Im Frühsommer liegen am nordseitigen Anstieg zum Sandjoch häufig noch Restschneefelder.

*Hinweis: Dieser Bericht ist im Rahmen einer Einladung der Eurohike – Eurofun Touristik GmbH entstanden. Unterkunft, Verpflegung und Guides hat die Eurohike -Eurofun Touristik GmbH für mich getragen. Meine Meinung, Ansichten und Tipps bleiben davon unbeeinflusst. 

Nick Wassong
Nick Wassonghttps://www.trail-pfoten.de/aus-der-presse/
Moin, ich bin Nick! 👋 Zusammen mit meiner Whippet-Hündin Asta bin ich süchtig nach „Draußen“. Ob Wandern, Skifahren oder Biken – die Natur ist unser Zuhause. Auf Trail-Pfoten.de teile ich als Wanderexperte (bekannt aus Funk & Fernsehen) meine besten Routen, Ausrüstungs-Tipps und Inspirationen für dich und deinen Vierbeiner. Lass uns gemeinsam die Welt entdecken!

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